Klimawandel - Eine Kurzgeschichte

"Gib mir mal 'ne Zigarette rüber, das regt mich auf!" Mit einer heftigen Bewegung legte Stefan die Zeitung beiseite. "Heute sind es die Glühbirnen, die an allem schuld sind. Demnächst verbietet man uns auch noch das Rauchen, weil es Treibhausgase erzeugt."

Martina reichte ihm die Packung über den Frühstückstisch. Sie nahm es gelassen, seine allmorgendliche Aufregung angesichts der aktuellen News kannte sie seit Jahren.

"Als ob von dem bißchen Beleuchtung die Welt untergeht. Klimawandel gab's doch schon immer, Eiszeiten oder Hitze-Perioden. Und jetzt kommt der allwissende 'moderne' Mensch und meint, alles müßte nach seiner Pfeife tanzen, die ganze Welt wäre abhängig von ihm."

Während Stefan sich weiter aufregte, traf zu nachtschlafener Zeit der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika mit seinem Sonderbeauftragten für Klimafragen, nennen wir ihn Mr. Smith, zusammen. Sein wahrer Name ist nur Eingeweihten bekannt.

"Nun, 'Smith', was sagt das Klima-Thermometer?"

"Unverändert, Mr. President. Die Anzeichen mehren sich, daß in fünf bis zehn Jahren die Entwicklung umschlagen wird."

"Und das bedeutet, Smith?"

"Wie schon erwähnt ... ähm ... wird dann keine weitere Erderwärmung mehr stattfinden, sondern im Gegenteil eine globale Abkühlung."

"Ja, genau. Das heißt also, Smith?"

"Nach Plan 'Prima-Klima' verfahren, Mr. President: Die Anstrengungen für die angebliche Rettung des Klimas verstärken, zumal das immerhin mit dazu beiträgt, von unseren Problemen im Irak abzulenken, das heißt von unseren Problemen hier bei uns."

"Sie sagen es, Smith. Außerdem hilft es, von unseren Problemen im Irak und bei uns abzulenken ... Wie sieht es aus mit den Europäern, mit der 'Union' oder wie die sich nennen?"

"Die ziehen voll mit, Mr. President. Wollen sogar eine Vorreiterrolle einnehmen."

"Wieso? Haben die denn noch größere innenpolitische Probleme als wir?"

Christian von Kamp

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Klimawandel: Panik vor der Klima-Katastrophe