Weimar:

Die Stadt von Goethe und Schiller : 24 Videos

Zusammenfassung des Inhalts dieser Seite: Hier finden sich 24 Videos der Stadt Weimar, der Stadt von Goethe und Schiller, der Stadt der Klassik und der Klassiker also. Ein Leckerbissen für Freunde der Stadt Weimar.



Weimar-Goethe-Schiller-1
Weimar-Goethe-Schiller-01.mpg
1.61 MB

HOME
Weimar-Schiller-Goethe-1
Weimar-Goethe-Schiller-02.mpg
1.06 MB

HOME
Goethe-Schiller-Weimar-1
Weimar-Goethe-Schiller-03.mpg
2.81 MB

HOME
Goethe-Weimar-Schiller-1
Weimar-Goethe-Schiller-04.mpg
1.24 MB

HOME
Schiller-Goethe-Weimar-1
Weimar-Goethe-Schiller-05.mpg
1.65 MB

HOME
Schiller-Weimar-Goethe-1
Weimar-Goethe-Schiller-06.mpg
1.34 MB

HOME
Weimar-Goethe-Schiller-2
Weimar-Goethe-Schiller-07.mpg
352.00 KB

HOME
Weimar-Schiller-Goethe-2
Weimar-Goethe-Schiller-08.mpg
644.00 KB

HOME
Goethe-Schiller-Weimar-2
Weimar-Goethe-Schiller-09.mpg
350.00 KB

HOME
Goethe-Weimar-Schiller-2
Weimar-Goethe-Schiller-10.mpg
1.09 MB

HOME
Schiller-Goethe-Weimar-2
Weimar-Goethe-Schiller-11.mpg
876.00 KB

HOME
Schiller-Weimar-Goethe-2
Weimar-Goethe-Schiller-12.mpg
1.33 MB

HOME
Weimar und Schiller
Weimar-Goethe-Schiller-13.mpg
796.00 KB

HOME
Weimar und Goethe
Weimar-Goethe-Schiller-14.mpg
662.00 KB

HOME
Schiller und Weimar
Weimar-Goethe-Schiller-15.mpg
358.00 KB

HOME
Goethe und Weimar
Weimar-Goethe-Schiller-16.mpg
760.00 KB

HOME
Weimar und Goethe und Schiller
Weimar-Goethe-Schiller-17.mpg
946.00 KB

HOME
Weimar und Schiller und Goethe
Weimar-Goethe-Schiller-17a.mpg
2.39 MB

HOME
Schiller und Goethe
Weimar-Goethe-Schiller-18.mpg
564.00 KB

HOME
Goethe und Schiller
Weimar-Goethe-Schiller-19.mpg
1.04 MB

HOME
Weimar-Goethe-Schiller-3
Weimar-Goethe-Schiller-19a.mpg
550.00 KB

HOME
Weimar-Schiller-Goethe-3
Weimar-Goethe-Schiller-20.mpg
964.00 KB

HOME
Goethe-Schiller-Weimar-3
Weimar-Goethe-Schiller-21.mpg
1.24 MB

HOME
Goethe-Weimar-Schiller-3
Weimar-Goethe-Schiller-22.mpg
1.06 MB

HOME

Created by IrfanView

Auszug aus Eckermann, Gespräche mit Goethe

Sonntag, den 1. Mai 1825

Bei Goethe zu Tische. Es ist zu denken, daß der veränderte Theaterbau das erste war, was zwischen uns zur Sprache kam. Ich hatte, wie gesagt, gefürchtet, daß die höchst unerwartete Maßregel Goethe tief verletzen würde. Allein keine Spur! Ich fand ihn in der mildesten, heitersten Stimmung, durchaus über jede kleine Empfindlichkeit erhaben.
"Man hat", sagte er, "dem Großherzog von seiten des Kostenpunktes und großer Ersparungen, die bei dem veränderten Bauplan zu machen, beizukommen gesucht, und es ist ihnen gelungen. Mir kann es ganz recht sein. Ein neues Theater ist am Ende doch immer nur ein neuer Scheiterhaufen, den irgendein Ungefähr über kurz oder lang wieder in Brand steckt. Damit tröste ich mich. Übrigens ein bißchen mehr oder weniger, ein bißchen auf oder ab ist nicht der Rede wert. Ihr werdet immerhin ein ganz leidliches Haus bekommen, wenn auch nicht gerade so, wie ich es mir gewünscht und mir gedacht hatte. Ihr werdet hineingehen, und ich werde auch hineingehen, und es wird am Ende alles ganz artig ausfallen. Der Großherzog", fuhr Goethe fort, "äußerte gegen mich die Meinung, ein Theater brauche keineswegs ein architektonisches Prachtwerk zu sein; wogegen im ganzen freilich nichts einzuwenden. Er meinte ferner, es sei doch immer nur ein Haus, das den Zweck habe, Geld zu verdienen. Diese Ansicht klingt beim ersten Anhören etwas materiell; allein es fehlt ihr, recht bedacht, auch keineswegs eine höhere Seite. Denn will ein Theater nicht bloß zu seinen Kosten kommen, sondern obendrein noch Geld erübrigen und Geld verdienen, so muß eben alles durchaus ganz vortrefflich sein. Es muß die beste Leitung an der Spitze haben, die Schauspieler müssen durchweg zu den besten gehören, und man muß fortwährend so gute Stücke geben, daß nie die Anziehungskraft ausgehe, welche dazu gehört, um jeden Abend ein volles Haus zu machen. Das ist aber mit wenigen Worten sehr viel gesagt und fast das Unmögliche."
"Die Ansicht des Großherzogs," sagte ich, "mit dem Theater Geld verdienen zu wollen, scheint also eine durchaus praktische zu sein, indem in ihr eine Nötigung liegt, sich fortwährend auf der Höhe des Vortrefflichen zu erhalten."
"Shakespeare und Molière", erwiderte Goethe, "hatten auch keine andere. Beide wollten auch vor allen Dingen mit ihren Theatern Geld verdienen. Damit sie aber diesen ihren Hauptzweck erreichten, mußten sie dahin trachten, daß fortwährend alles im besten Stande und neben dem alten Guten immer von Zeit zu Zeit etwas tüchtiges Neues da sei, das reize und anlocke. Das Verbot des 'Tartuffe' war für Molière ein Donnerschlag – aber nicht sowohl für den Poeten als für den Direktor Molière, der für das Wohl einer bedeutenden Truppe zu sorgen hatte und der sehen mußte, wie er für sich und die Seinigen Brot schaffe.
Nichts", fuhr Goethe fort, "ist für das Wohl eines Theaters gefährlicher, als wenn die Direktion so gestellt ist, daß eine größere oder geringere Einnahme der Kasse sie persönlich nicht weiter berührt und sie in der sorglosen Gewißheit hinleben kann, daß dasjenige, was im Laufe des Jahres an der Einnahme der Theaterkasse gefehlt hat, am Ende desselben aus irgendeiner anderen Quelle ersetzt wird. Es liegt einmal in der menschlichen Natur, daß sie leicht erschlafft, wenn persönliche Vorteile oder Nachteile sie nicht nötigen. Nun ist zwar nicht zu verlangen, daß ein Theater in einer Stadt wie Weimar sich selbst erhalten solle und daß kein jährlicher Zuschuß aus der fürstlichen Kasse nötig sei. Allein es hat doch alles sein Ziel und seine Grenze, und einige tausend Taler jährlich mehr oder weniger sind doch keineswegs eine gleichgültige Sache, besonders da die geringere Einnahme und das Schlechterwerden des Theaters natürliche Gefährten sind, und also nicht bloß das Geld verloren geht, sondern die Ehre zugleich. ..."

Home: Bücher, Romane

Bilder zu Goethes Faust

Bilder zu Goethes Reineke Fuchs